(c) Yvonne Dömling

Freundschaft – worauf es wirklich ankommt

  • 13.10.18 19:10
  • Yvonne Dömling
  •   Kurz und Knapp

Gerade wenn man nicht so viel Zeit hat, kann es guttun, sich auf wahre Freundschaften zu fokussieren, anstatt sich ständig mit jemand anderem zu treffen. Andernfalls läuft man Gefahr, sich in vielen oberflächlichen Gesprächen zu verlieren, aber keine tiefe Freundschaft aufbauen zu können. Im Leben gibt es immer Aufs und Abs und viele Dinge, die einen beschäftigen. Für mich ist es Gold wert, das mit meinen engen Freunden teilen zu können. Vertrauen spielt für mich eine immens große Rolle, um mich dem anderen öffnen zu können. Hierbei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es entscheidend ist, der Freundschaft Zeit zu geben. Denn Vertrauen festigt und entwickelt sich mit der Zeit. Da denke ich vor allem an einer meiner besten Freundinnen, die ich nun schon seit 12 Jahren kenne. Nie hat sie in der gesamten Dauer unserer Freundschaft jemals etwas weitererzählt. Was sich auch immer mehr gezeigt hat war, dass wir - je besser wir einander kennen lernten - einander umso bessere Ratschläge geben und helfen konnten.

Ehrlich währt am längsten

Sehr wichtig ist es, in einer Freundschaft aufrichtig sein zu können. Die Wahrheit ist nicht immer angenehm, aber ein wahrer Freund möchte nur das Beste für einen und übt deshalb auch mal konstruktive Kritik aus. Diese kann einem dabei helfen, als Mensch zu wachsen und Gott näher zu kommen. Deshalb bin ich meinen Freunden total dankbar für ihre Offenheit. Wenn man sich aber kaum kennt oder die Freundschaft bisher nur auf einer oberflächlichen Ebene gehalten wurde, kann der andere das schnell missverstehen bzw. man traut sich erst gar nicht das zu sagen, was man wirklich denkt. Ein wahrer Freund hört dir immer zu, auch wenn man schon zum hundertsten Mal erneut mit der gleichen Geschichte beginnt und man diese wieder bis ins Detail durchgehen will, weil es einen immer noch beschäftigt. Ich habe erlebt, dass neue Bekanntschaften davon schnell gelangweilt sein können. Meine engen Freunde hingegen, haben immer ein offenes Ohr für mich.

Wichtige Gemeinsamkeiten

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die tiefsten Freundschaften auch auf einem ähnlichen Weltbild beruhen. Seitdem ich den Glauben als Fundament für mein Leben sehe, denke und handle ich ganz anders. Da ist es schön Freunde zu haben, die das ähnlichsehen und einen auf dem Glaubensweg unterstützen. In schweren Zeiten hat sich für mich schon öfters gezeigt, dass manche, die man für wahre Freunde gehalten hat, plötzlich nicht mehr da waren. Vor allem wenn es jemandem schlecht geht, ist es an der Zeit, für ihn da zu sein. Darauf lege ich selbst in meinen Freundschaften besonders viel wert, da sich in einer solchen Situation besonders klar zeigt, wer ein wahrer Freund ist. Wenn man einen wahren Freund sucht, muss man zuerst selber einer sein.

AdventsZeit 2018 (c) Robert Boecker

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