Fort- und Weiterbildungen

Das Referat Dialog und Verkündigung bietet die folgenden Fort- und Weiterbildungen zum interreligiösen Dialog an. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit dem Referat auf.

Im Grundkurs Interreligiöse Kompetenz werden Informationen zu den großen Religionen, besonders zu Islam und Judentum, und Hilfen für das Verständnis der multikulturellen und interreligiösen Situation sowie der sich daraus ergebenden Herausforderungen und Konflikte gegeben.

Wesentliche Aussagen der Katholischen Kirche zu den anderen Religionen und zum interreligiösen Dialog werden als Grundlage zur Begegnung und zum Dialog vermittelt.

In vier Kurseinheiten werden wesentliche Kompetenzen für die Praxis grundgelegt, gestärkt und gefördert:

  • Wissenskompetenz durch theoretische Auseinandersetzung und Vorträge;
  • Handlungskompetenz im Rahmen eines Praxisprojektes, das von den Teilnehmenden zeitlich parallel zur Fortbildung durchgeführt und kurz dokumentiert wird;
  • Haltungskompetenz durch Selbstreflexion.

Wichtige Bestandteile des Kurses sind neben den theoretischen Anteilen auch die praktischen Ansätze. Die Auseinandersetzung mit dem Glauben der Kirche und der eigenen religiösen Verortung gehören zum Kurs, ebenso wie die Begegnung und Gespräche mit Angehörigen anderer Religionen sowie der Besuch einer Moschee und Synagoge.

Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln hat in Zusammenarbeit mit dem Referat Dialog und Verkündigung in der Hauptabteilung Seelsorge, dem Diözesancaritasverband für das Erzbistum Köln sowie der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, seit 2007 mehrmals diese Fortbildung durchgeführt. Der Kurs richtet sich an Hauptamtliche der kirchlichen Bildungs- und Sozialarbeit sowie der Seelsorge.

Weitere Informationen:
> Flyer Grundkurs Interreligiöse Kompetenz 2017/18 (PDF)
> Pressemitteilung zur Zertifikatsverleihung Grundkurs 2014/15 (PDF)

> Dreijähiger Weiterbildungsmaster Interreligiöse Dialogkompetenz (PDF)

Kontakt: > Prof. Dr. Thomas Lemmen (Kontaktformular)

Marie und Murat im Kindergarten – zur interreligiösen Kompetenz im Elementarbereich

Die Öffnung kirchlicher Kindertagesstätten für Familien unterschiedlicher Religionszugehörigkeit unterstützt die Entfaltung interreligiöser Kompetenz und erlaubt auf diese Weise Kindern, Unterschiede als gegeben wahrzunehmen und gleichzeitig die Verwurzelung im Eigenen als etwas Wertvolles zu erleben.

Um diesen Anspruch mit Leben zu erfüllen, bedarf es auf Seiten der Einrichtungen neben der entsprechenden Haltung und grundlegendem Wissen nicht zuletzt der Initiative und des Muts, immer wieder gemäß den konkreten Umständen vor Ort nach Möglichkeiten des Austauschs und des Miteinanders zu suchen. Fertige Lösungen gibt es dafür nicht; die Spannung zwischen Gemeinsamkeiten und der Überzeugung von der je eigenen Wahrheit lässt sich nicht auflösen, sondern muss immer wieder neu ausgelotet werden. 

Neben dem internen Austausch benötigen die Erzieher und Erzieherinnen deshalb auch eine qualifizierte Begleitung und Ermutigung. Lohn dieser Mühe ist nicht nur die Chance auf ein gutes Miteinander kommender Generationen, sondern auch eine Festigung religiöser Identität.

Die Inhalte der Fortbildung sind:

  • Interreligiöse und interkulturelle Sensibilisierung
  • Grundlagen des Islam, muslimische Gruppierungen
  • Islamische und christliche Feste – Materialien für eine interreligiöse und interkulturelle Arbeit
  • Bibel und Koran – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • Rolle von Mann und Frau – geschlechterbewusste Erziehung
  • Moscheebesuch und Gespräch
  • Bildungsgrundsätze NRW – Ideen für interreligiöse Projekte
  • Grundsätzliche und praktische Fragen 

Die Fortbildung findet in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband und den Katholischen Bildungswerken statt.

Weitere Informationen:

Edith Schlesinger: Marie und Murat - interreligiöse Erziehung im katholischen Kindergarten?
in: > Kompakt spezial 1/2010, S. 36-41 (PDF)


Termine:

  • Fortsetzung von "Abrahams Kinder" (jüdisch-christlich-muslimisch) zum Thema "Begräbnis- und Trauerrituale der Religionen. Interreligiöse Aspekte zum Gespräch mit Kindern über Sterben und Tod (Teil II)" 27.11.2018 in Köln
    > Ausschreibung (PDF)

Kontakt: > Anna-Maria Fischer (Kontaktformular)

 

Die Situation an vielen Schulen spielt die multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft wider. Schule ist in den vergangen Jahrzehnten zunehmend zum Ort der Begegnung mit dem Anderen geworden.

Die Fortbildung „Interreligiöse Kompetenz in der  Grundschule und an Schulen der Sekundarstufe I“ soll die Teilnehmenden befähigen

  • die Schule als Lernfeld interreligiöser Begegnung zu gestalten
  • gesprächsfähige Identität des eigenen Glaubens zu entwickeln,
  • das gegenseitige Verstehen sowie den Respekt von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Beheimatung zu fördern,
  • und dadurch zu einem friedlichen Miteinander beizutragen.
  • Ziel ist es, Schule zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Lernort im interreligiösen und interkulturellen Bereich werden zu lassen.

Die Fortbildung wurde in Zusammenarbeit des Instituts für Lehrerfortbildung/Mülheim, des Katholisch-Soziales Instituts/ Bad Honnef, der Hauptabteilung Schule / Hochschule und des Referates Dialog und Verkündigung in der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln sowie des Bildungswerks der Erzdiözese Köln entwickelt.

 

Weitere Informationen:

Kontakt: > Prof. Dr. Thomas Lemmen (Kontaktformular)

Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sind wichtige Bereiche der Begegnung und des Zusammenlebens mit Menschen anderer Religionen und Kulturen. Ihre Einrichtungen sind oftmals ein Spiegelbild der multireligiösen Vielfalt unserer Gesellschaft.

Mitarbeitende in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege stehen vor der Herausforderung, mit den Wünschen und Bedürfnissen von Patient/innen und deren Angehörigen angemessen und professionell umzugehen. In der Praxis spielen dabei Fragen und Themen eine wichtige Rolle, die von unterschiedlichen religiösen und kulturellen Prägungen maßgeblich beeinflusst sind.

Die Fortbildungsreihe will Lehrende in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege befähigen, mit diesen Herausforderungen in der Ausbildung umzugehen. Die multireligiöse Situation, in der sie arbeiten, fordert sie als Multiplikator/innen in besonderer Weise heraus.

Die Fortbildungsreihe Interreligiöse Kompetenz will zur erfolgreichen Gestaltung dieser Herausforderungen beitragen. Sie vermittelt, stärkt und fördert wesentliche Kompetenzen für den interreligiösen Dialog:

  • Wissenskompetenz durch theoretische Auseinandersetzung;
  • Haltungskompetenz durch Selbstreflexion;
  • Handlungskompetenz durch praktische Beispiele und Übungen.

Inhalte der Fortbildung sind u.a. grundlegende Informationen über andere Religionen. Darüber hinaus geht es um Verstehen und Gestalten religiöser und kultureller Vielfalt in der modernen Gesellschaft. Ein Schwerpunkt sind Fragen des Gesundheitswesens aus der Perspektive anderer Religionen sowie praktische Fragen des Umgangs in Einrichtungen der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege. Wichtige Bestandteile des Kurses sind neben theoretischen Anteilen auch praktische Ansätze.

Weitere Informationen:

> Flyer Interreligiöse Kompetenz in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege (PDF)

Kontakt: > Prof. Dr. Thomas Lemmen (Kontaktformular)

Kurs für junge Menschen als Multiplikator/innen im interreligiösen Dialog.

> Zum Anmeldeformular

Auf den Punkt gebracht:
In diesem Kurs begegnen sich junge Menschen (18-28 Jahre) aus Judentum, Christentum und Islam vom 14.-22. September 2019 in Köln um miteinander und voneinander in verschiedenen Settings zu lernen. Ziele des Kurses:

  1. Jungen Menschen gehört die Zukunft, deshalb: Gemeinsam die Chance nutzen, die Gesellschaft von morgen zu gestalten.
  2. Interreligiöse Dialogbegleiter werden und den Dialog der Religionen aktiv fördern.
  3. Ein konstruktiver Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Religionen kann Wegweiser dafür werden, wie wir in unserem Land miteinander umgehen wollen.

Warum man sich mit dem interreligiöser Dialog auseinandersetzten sollte?

Dialog findet immer zwischen Menschen statt, nicht zwischen dem Judentum, dem Christentum oder dem Islam. In der Begegnung mit dem Anderen lernen wir das Eigene zu lieben und den Anderen besser zu verstehen und zu achten.

Dialog fördert den Frieden zwischen den Menschen in unserer Gesellschaft und ist daher gemeinsames Anliegen der Religionen. Dialog lernen heißt daher aber auch: Mit Schwierigkeiten und Missverständnissen umgehen lernen – und sich gegenseitig bei Rückschlägen auf dem Weg unterstützen.

Warum junge Menschen?

Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Für junge Menschen ist es teilweise ganz selbstverständlich, mit Menschen aus anderen Kulturen und Religionen zusammenzuleben. Viele sehen dies als Chance und Bereicherung. Die Zukunft in unserem Land ist ohne die aktive Beteiligung und Gestaltung durch junge Menschen nicht denkbar – auch und gerade die Zukunft der Religionen in unserer Gesellschaft.

Der Kurs im Detail

Im Detail soll es darum gehen, sich zu begegnen, sich selbst einzubringen und von anderen zu hören. Die Teilnehmenden gehen den Fragen nach „Wer bin ich? Was glaube ich? Warum ist mir der Dialog wichtig? Was möchte ich von Anderen über ihre Religion erfahren?“ Gemeinsam wird durch diese Fragen der Dialog mit vielseitigen und kreativen Methoden erlernt und praktiziert.

Konkret geht es darum mit Fachleuten über zentrale Themen aus den Religionen ins Gespräch zu kommen und auch heikle Fragen nicht auszuklammern. Weitere Inhalte sind Ideenwerkstatt für interreligiöse Kontexte/Basics der Veranstaltungsplanung, Grundlagen Medienkompetenz, Bibel und Koran – in Theorie und Praxis, Grundlagen Konfliktlösung und Mediation, Interreligiöser Musikworkshop, Exkursionen an Orte der Religionen in der Region, Synagoge, Kirche und Moschee als Räume und Gottesdienstorte entdecken. Die Teilnehmenden werden aktiv in die Gestaltung des Kurses eingebunden. Am Ende wird Ihnen das Zertifikat „Dialogbegleiter/in“ verliehen.

Veranstalter des Multiplikatorenkurses sind die Referate für Dialog in den Erzbistümern Köln und Paderborn. Für unser Erzbistum ist Thomas Frings, als Referent für interreligiösen Dialog Ansprechpartner zum Kurs.

Der Kurs findet vom 14. - 22. September 2019 im Maternushaus in Köln an. Der Teilnahmebeitrag beträgt 120 Euro für den Kurs mit Vollverpflegung (excl. Getränke beim Mittag- und Abendessen) und Übernachtung im religionsgemischten Doppelzimmer überweise ich. Zur Teilnahme sind Interessierte aller Religionen eingeladen.

Kontakt > Thomas Frings (Kontaktformular)

> Zum Anmeldeformular

Tagung der Arbeitsgemeinschaft "Christlich-Islamischer Dialog zu sozialethischen Fragen":

"Dialog Digital - Medieneinsatz und Medienethik im Dialog der Religionen"
Donnerstag, 22.11.2018 im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg
Weitere Informationen folgen.
Kontakt:
> Thomas Frings (Erzbistum Köln)
> André Schröder (KSI)

 

Vergangene Veranstaltungen:

27./28.10.2016 im KSI Bad Honnef
Thema: "Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit. Christlich-islamischer Dialog als Beitrag zu einer ganzheitlichen Ökologie"

> Programm (PDF)

> Tagungsbericht (PDF)

Neu:
Tacheles-Tagung am 28.3.2019: "Feste feiern wie sie fallen." Eine jüdisch-christlich-muslimische Reise zum Kern der Religionen > Ausschreibung (PDF)

 

Tacheles-Tagung vom 25.4.2018 "Religions go green. Umwelt und Nachhaltigkeit im jüdisch-christlich-muslimischen Dialog": > Ausschreibung (PDF)

Hier zwei Berichte über die Tagung:

> https://www.domradio.de/audio/religions-go-green-ein-beitrag-von-jann-jakob-loos

> https://www.facebook.com/melanchthonakademie.koln

 

> Programm der Tacheles-Tagung 2017 (PDF) "Vor Gott. Unser Gebet und das Gebet der anderen"

> Programm der Tacheles-Tagung 2016 (PDF) "Gewalt als Gottesdienst?"

 

Kontakt: > Anna-Maria Fischer (Kontaktformular)