Leben nach dem Baukastenprinzip?

7. Juni 2018 (pek180607-sam/wey)

Köln. „Wie weit wollen (dürfen) wir gehen? Das ‚bestellte‘ Kind im Spannungsfeld zwischen Wunsch und Wirklichkeit.“ Unter diesem Titel lädt das Katholische Bildungswerk Köln am 13. Juni um 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ins Kölner Domforum ein. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki führt in das Thema ein. Es diskutieren der Moraltheologe Prof. Dr. Jochen Sautermeister, der Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Josef Krankenhaus in Moers, Dr. Jens Pagels, der Psychologe Günther Bergmann, Leiter der Katholischen Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Köln sowie Prof. Elisabeth Gödde, Fachärztin für Humangenetik und ärztliche Psychotherapeutin.

 

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte Kardinal Woelki in seiner Predigt zu Silvester deutlich gemacht, dass ihm das Thema am Herzen liegt: „Es darf kein Leben nach dem Baukasten-Prinzip geben! Menschen mit Krankheiten und Behinderungen – auch mit erblichen – gehören zum Leben und ins Leben, gehören in unsere Gesellschaft! Sie alle verdienen die Chance auf dieses eine Leben – und das darf nicht das Produkt eines Designers sein, sondern eine unglaublich kostbare und unberechenbar schöne Schöpfung Gottes.“

 

Die Veranstaltung im Domforum bezieht sich auf die ‚Woche für das Leben‘, eine Initiative der katholischen und evangelischen Kirche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ stand. Inhaltlich geht es dabei vor allem darum, welche Haltung dem beginnenden menschlichen Leben entgegengebracht wird. So steht zum Beispiel die Frage im Raum, ob sich künftig diejenigen rechtfertigen müssen, die reproduktionsmedizinische Techniken und vorgeburtliche Untersuchungsmethoden nicht in Anspruch nehmen.

Bei der aktuellen Podiumsdiskussion sollen neben der Darstellung des medizinisch-technischen Entwicklungsstandes auch die ethisch-moralischen Gesichtspunkte des Themas zur Sprache gebracht werden.

 

Die Diskussion ist eine Veranstaltung der Reihe „DOMFORUM – das thema“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen finden sich unter