Pfingsten 2018: Das Fest des Heiligen Geistes

50 Tage nach Ostern feiert die Kirche die Aussendung des Heiligen Geistes über die Jünger. Feuer und Taube sind Symbole dafür.

18. Mai 2018
50 Tage nach Ostern feiert die Kirche die Aussendung des Heiligen Geistes über die Jünger. Feuer und Taube sind Symbole dafür.

Mit Pfingsten endet der Osterfestkreis. 50 Tage (griech. „pentecoste“) nach Ostern feiert die Kirche das Hochfest und feiert die Aussendung des Heiligen Geistes. Im Neuen Testament erzählt die Apostelgeschichte vom Pfingstereignis: Der Heilige Geist kommt in Feuerzungen auf die Jünger herab. Sie ziehen danach in die ganze Welt und verkünden das Evangelium (vgl. Apg 2,1-41).

 

Pfingsten gilt als Geburtstag der Kirche. Ab diesem Tag beginnt die Mission und die Kirche wächst.

 

"Einen schönen Geburtstag": Wort des Bischofs zu Pfingsten 2018.

Ursprung im jüdischen Erntedankfest

Unser Pfingstfest findet zeitgleich zum jüdischen Fest Schawuot statt. Dieses Fest gehört zu den Hauptfesten des Judentums. Es bedeutet „Wochen“ und verweist mit diesem Namen auf die 50 Tage nach dem Pessachfest. Schawuot ist gleichzeitig das Erntedankfest, da es den Abschluss der Weizenernte markiert.

Pfingstnovene: Vorbereitung auf Pfingsten

Pfingsten ist nach Ostern und Weihnachten das dritthöchste Fest im Kirchenjahr. In den Tagen vor Pfingsten wird das Hochfest mit einer besonderen Gebetsform vorbereitet. Die sogenannte Pfingstnovene beginnt 9 Tage vor Pfingsten an Christi Himmelfahrt. Diese Novene geht auf den Pfingstbericht der Apostelgeschichte zurück, nachdem sich die Jünger vor Pfingsten im Gebet zurückgezogen hatten.

 

In der Pfingstnovene wird um das Kommen des Heiligen Geistes und seiner sieben Gnadengaben gebetet: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

Feuer und Taube an Pfingsten

Pfingsten als christliches Fest ist seit dem 2. Jahrhundert überliefert. Der Heilige Geist wird mit unterschiedlichen Symbolen dargestellt. Am bekanntesten sind die Feuerzungen und die Taube:

  • Mit dem Heiligen Geist untrennbar verbunden ist das Symbol Feuer. Die Apostelgeschichte berichtet, dass der Geist in Feuerzungen auf die Jünger herabgekommen ist. Von diesem Feuer entzündet tragen die Jünger die Botschaft Jesu in die ganze Welt.
  • Am häufigsten ist die Darstellung des Heiligen Geistes als Taube: Diese Darstellungsform geht auf die Taufe Jesu zurück, als Jesus den Geist Gottes in einer Taube auf sich herabkommen sah (vgl. Mt 3,16). Die Taube gilt als Symbol von Zartheit und Liebe.

Weitere Symbole für den Heiligen Geist sind Wind, fließendes Wasser und Salböl.

Pfingstmontag: gesetzlicher Feiertag

Pfingsten und Christi Himmelfahrt wurden in der Urkirche noch als gemeinsames Fest begangen. Ab dem 4. Jahrhundert wurde Pfingsten als Hochfest eigenständig. Seit dem 11. Jahrhundert wurde das Pfingstfest eine ganze Woche lang mit einer Oktav gefeiert. Diese Oktav wurde – wie viele andere Oktavfeiern auch – 1969 durch Papst Paul VI. abgeschafft.

 

In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wird Pfingsten mit einem zusätzlichen Feiertag, dem Pfingstmontag gefeiert. Dies geschieht parallel zu den anderen größten kirchlichen Festen Weihnachten und Ostern. Auf dem Gebiet der Deutschen Bischofskonferenz gilt der Pfingstmontag als gebotener Feiertag.

 

Wo der Pfingstmontag kein gesetzlicher Feiertag ist, wird dieser seit der liturgischen Neuordnung von 1969 auch nicht mehr als kirchliches Fest begangen.

Pfingsttermin

Pfingsten ist ein variables Fest, denn es richtet sich nach dem Hochfest Ostern. Die genaue Berechnung ist: der 50. Tag nach dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Damit liegt der der Pfingsttermin immer zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni.  Dieses Jahr fällt der Pfingstsonntag auf den 20. Mai.

 

Die liturgische Farbe an Pfingsten ist Rot.