Erstkommunion 2019: Eingeladen an den Tisch des Herrn

Etwa mit acht oder neun Jahren gehen katholische Kinder zur Ersten Heiligen Kommunion. Viele Kinder tragen festliche Kleidung und feiern mit ihren Familien anschließend ein größeres Fest.

18. April 2019

„Du rufst uns, Herr, an deinen Tisch und schenkst uns selber ein“, heißt es in einem Lied, das in der Vorbereitung auf die Erstkommunion häufig gesungen wird. Etwa mit acht oder neun Jahren, meist im dritten Schuljahr, sind katholische Kinder erstmals zum Mahl in der Kirche eingeladen. Haben sie vorher an der Hand von Mama oder Papa „nur“ ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet bekommen, dürfen sie bei der Erstkommunion zum ersten Mal selbst die Hostie essen. Das katholische Kirchenrecht geht davon aus, dass Kinder ab dem siebten Lebensjahr dazu in der Lage sind, zu erfassen, dass es sich dabei nicht nur um ein kleines Stück Brot handelt, sondern um mehr: Nach katholischem Glauben haben sich Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi verwandelt. Damit verbunden ist der Glaube, dass in dem Sakrament der Eucharistie Christus wirklich in der Gemeinschaft anwesend ist.

Botschaften des christlichen Glaubens

Im Erzbistum Köln gehen im Schnitt 15.000 Kinder pro Jahr zur Ersten Heiligen Kommunion. Auf dieses Ereignis werden die Kinder meist einige Monate vorbereitet. Entweder besuchen sie wöchentliche Gruppenstunden oder nehmen an Projekten teil, dazu kommen die Erstbeichte, verschiedene Gottesdienste und Messen sowie Gemeinschaftsaktionen. Den Kindern werden mit besonders auf sie zugeschnittenen Materialien Geschichten aus der Bibel und dem Leben Jesu erzählt. So sollen sie die wichtigen Inhalte und Botschaften des christlichen Glaubens vermittelt bekommen. Oft geschieht das anhand eines bestimmten Mottos wie „Mit Jesus in einem Boot“ oder „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“.

Festliche Kleidung oder einfache einheitliche Gewänder

Die Erstkommunion selbst findet in den Gemeinden zum Teil am traditionellen Weißen Sonntag statt, dem ersten Sonntag nach dem Osterfest. Der Name des Tages stammt schon aus dem frühen Christentum, wo die (damals erwachsenen) Täuflinge lange weiße Gewänder trugen. In vielen Gemeinden gibt es mehrere Erstkommunionmessen, die in den Wochen nach Ostern stattfinden. Auch heute tragen noch viele Mädchen weiße lange Kleider zur Erstkommunion und die Jungen festliche Anzüge. An manchen Orten tragen aber auch alle Kinder weiße Alben, also einfache Gewänder, was stark an die frühchristliche Tradition erinnert.

Wie die Kommunionmessen gestaltet sind, ist in den einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich. Die meisten Kinder feiern anschließend mit ihren Familien, Freunden und Verwandten ein Fest.

Erstkommunion feiern - Tipps zur Gestaltung

Viele Handreichungen zur Gestaltung der Erstkommunionfeiern in der Kirche und zuhause finden sich auf den Seiten der Erstkommunionpastoral unter folgendem Link:

> Erstkommunion feiern.

Video: Wort des Bischofs zum Weißen Sonntag