14. November 2018 DiCV

Köln. Sofa, Tisch und Badewanne im Schatten des Doms: Die Caritas ist zusammen mit Weihbischof Ansgar Puff auf die Straße gezogen, um auf die verheerende Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt aufmerksam zu machen. „Bezahlbarer Wohnraum ist für viele Menschen Mangelware. Mit unserer Aktion möchten wir vor den Folgen einer vernachlässigten Wohnungspolitik warnen“, sagt Dr. Frank Joh. Hensel, Kölner Diözesan-Caritasdirektor.

In Deutschland fehlen eine Million Wohnungen – in Großstädten geben zwei von fünf Haushalten bereits ein Drittel ihres Nettoeinkommens für ihre Kaltmiete aus. Wohnen ist damit für viele Menschen ein Armutsrisiko. Die Folge: Einkommensschwächere Mieter werden aus ihren Quartieren verdrängt, manche gar auf die Straße.

„Nicht nur Menschen in prekären Lebenslagen sind betroffen, das Problem zieht immer weitere Kreise. Es gefährdet nicht nur die persönliche Lebenssituation, auch der Zusammenhalt wird geschwächt“, warnt Hensel.

Dagegen protestiert die Caritas mit einem Aktionszimmer, das seit Dienstag, 13. November, bis Sonntag, 18. November, jeweils von 8 bis 19.30 Uhr vor dem Kölner Dom aufgebaut ist.

Am Sonntag, 18 November um 10 Uhr feiert Weihbischof Ansgar Puff anlässlich des Welttages der Armen ein Pontifikalamt um 10 Uhr im Kölner Dom. Der Welttag der Armen wurde von Papst Franziskus ausgerufen.