Erzbistum Köln – Gemeinsame Erklärung – Elf Forderungen

10. Januar 2019 (pek190110)

Köln. Mit einer „Kölner Erklärung“ machen die Caritas Köln und die Diakonie Michaelshoven auf die angespannte Lage in der Pflege aufmerksam. Aufgrund der demografischen Entwicklung hin zu immer mehr pflegebedürftigen Menschen ergibt sich ein stetig steigender Bedarf an Angeboten in der ambulanten und stationären Pflege. Die stationären Einrichtungen sind ausgelastet und auch in der ambulanten Pflege kann die steigende Nachfrage längst nicht mehr bedient werden. Caritas Köln und Diakonie Michaelshoven rufen alle Träger dazu auf, die Kölner Erklärung zu unterzeichnen und ihr beizutreten.

Insgesamt elf konkrete Forderungen richten sich an die Stadt Köln, aber auch an die Landes- und Bundesebene. Sie reichen vom Ausbau der Pflegeschulen über Förderungen von Angeboten in der Kurzzeitpflege bis hin zur Entlastung der Fachkräfte durch Assistenzkräfte, damit ihnen mehr Zeit für die eigentlichen Pflegetätigkeiten bleibt. Außerdem fordern die Verbände die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für mittlere Einkommensschichten, zu denen auch Pflegekräfte gehören.

Die gesamte „Kölner Erklärung“ steht unter www.caritas-koeln.de zur Verfügung.

 

Die 11 Forderungen der "Kölner Erklärung"

  1. Ausbau der Schulen für Pflege, auskömmliche Finanzierung der Ausbildung und angemessene Ausbildungsvergütung
  2. Verstärkung von Beschäftigungsmaßnahmen und (berufsbegleitender) Qualifizierung
  3. Schaffung von Anwerbeprogrammen für Fachkräfte insbesondere aus Osteuropa und Asien
  4. Mehr Hände in der Pflege - qualifizierte und differenzierte Fachkraftquote
  5. Pflegebedarfsplanung und Stärkung kommunaler Gremien
  6. Förderung von Angeboten in der Kurzzeitpflege
  7. Optimierung der Versorgungsstrukturen in der ambulanten Pflege
  8. Konsequenter Ausbau kommunaler präventiver ambulanter Angebote
  9. Schaffung neuer Rahmenbedingungen für Investitionen in Nordrhein-Westfalen und Entbürokratisierung der Pflege
  10. Ausweisung von Bauland/Grundstücken, Baureifmachung und Genehmigungsverfahren
  11. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für mittlere Einkommensschichten und konsequente Weiterentwicklung des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen