Marienberg - Mädchen in der Wissenschaft

Mint am Gymnasium Marienberg

Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Gute Kenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bilden eine starke Basis für gute Berufschancen und sind das Rüstzeug, Fortschritt mitzugestalten. In einer modernen Gesellschaft ist es wesentlich, dass Mädchen und Frauen ihre Fähigkeiten als Naturwissenschaftlerinnen, Technikerinnen, Informatikerinnen einbringen.

Seit der Gründung ist „Mädchen stark machen“ der Leitsatz des Mädchengymnasiums Marienberg. Seit Beginn der 1990er hat sich die Schule in den MINT-Fächern zunehmend profiliert. Dieses Engagement wurde 2017 mit zwei Auszeichnungen gewürdigt.“ (11. Februar 2018 | Von Der Neusser |)

Der naturwissenschaftliche Trakt von Marienberg

Der komplett neu gestaltete naturwissenschaftliche Trakt von Marienberg bietet den Schülerinnen zahlreiche Möglichkeiten für die erfolgreiche Vermittlung naturwissenschaftlicher Kenntnisse. Alle Räume verfügen über Smartboards mit interaktiven Displays (touchscreens) und jeweils Dokumentenkameras, die es gestatten, die Entwicklung einzelner gedanklicher Schritte oder den Fortgang eines Experiments mühelos in allen Etappen zu dokumentieren und präsentieren.

Die Raumausstattungen im Einzelnen stellen sich wie folgt dar: Ein zusätzlicher Chemieraum kam hinzu, so dass die Schule nun über zwei Chemieübungsräume, drei Biologiefachräume (u.a. einen Übungsraum und einen Mikroskopierraum), einen Physikübungsraum, einen Physikhörsaal und einen Fachraum, der von allen drei Fachschaften genutzt werden kann, verfügt. Alle Räume wurden mit SMART Boards 4000 series interactive display, 84“ Zoll, Whiteboards und Dokumentenkameras am Lehrertisch ausgestattet. In den vier Übungsräumen wurden Deckenversorgungssysteme installiert, so dass Schülerübungen flexibel gestaltet werden können. Außerdem sind die Tische frei positionierbar, damit kooperative Lernformen möglich sind. Neu eingerichtet und damit im Raum Neuss und Umgebung herausragend , wurde ein Schülerlabor, in dem die Schülerinnen die für die Anfertigung von Facharbeiten und ´Jugend forscht´ – Arbeiten notwendigen Experimente planen, durchführen und an Computern auswerten können. In den Übungsräumen wurde jeweils eine Wandseite mit einer stabilen Magnettapete ausgestattet, so dass z.B. Plakate, die von den Schülerinnen angefertigt werden, gut sichtbar und leicht aufgehängt werden können. Weiterhin gibt es im Naturwissenschaftlichen Gang 5 große beleuchtete Vitrinen, die zum Teil als Ausstellungsfläche für Schülerarbeiten genutzt werden können. Der neu eingerichtete Informatikraum ist mit einer ActivWall von Promethean inklusive Dokumentenkamera ausgestattet, so dass die Schule jetzt über vier Informatikräume verfügt.

Interesse an Mint

Wie stark und interessiert sind die Schülerinnen in MINT Fächern? Was tut das Gymnasium Marienberg konkret zur Förderung? Chemie, Physik etc. machen Spaß, z.B. Chemie-Olympiade, Jugend forscht. Wie wecken Sie die Lust im Unterricht? Wie sehr die Schülerinnen an den MINT-Fächern interessiert sind, sieht man nicht nur an der starken und erfolgreichen Beteiligung an den verschiedenen Wettbewerben (s.u.), der starken Beteiligung an den angebotenen Neigungsfächern und Kursen im Differenzierungsbereich (s.u.), sondern auch daran, dass wir in jedem Jahr nicht nur ein bis zwei Mathematikleistungskurse, sondern auch Leistungskurse in allen drei klassischen Naturwissenschaften einrichten können, und das ohne Kooperation mit einer anderen Schule.

 

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer

Zur Verleihung des Gütesiegels MINT betonte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer: „Der MINT-Sektor bietet Jugendlichen hervorragende Perspektiven – sowohl für eine berufliche als auch eine akademische Ausbildung. Deswegen gilt es, sie für diese Fächer zu begeistern. Die Förderung der MINT-Bildung in der Schule leistet einen bedeutenden Beitrag, Zukunftsperspektiven zu schaffen sowie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken.“

Hinzu kam die die Höchstförderung von 5.000 Euro vom Fonds der chemischen Industrie im Verband der chemischen Industrie (VCI) für Marienbergs engagierte Förderung der Schülerinnen im Fach Chemie. Diese Höchstförderung erhalten ausschließlich Schulen, die vielfältige Aktivitäten auch außerhalb des regulären Chemieunterrichts nachweisen können. Schülerinnen des Gymnasiums Marienberg nehmen zum Beispiel regelmäßig und mit großem Erfolg an naturwissenschaftlichen Wettbewerben, wie „Jugend forscht“, „Internationale Junior Science Olympiade“, „Internationale Chemie Olympiade“, teil.

Beteiligung an Wettbewerben

„Wie stark und interessiert sind die Schülerinnen in MINT Fächern? Was tut das Gymnasium Marienberg konkret zur Förderung? Chemie, Physik etc. machen Spaß, z.B. Chemie-Olympiade, Jugend forscht. Wie wecken Sie die Lust im Unterricht?

 

Wie sehr die Schülerinnen an den MINT-Fächern interessiert sind, sieht man nicht nur an der starken und erfolgreichen Beteiligung an den verschiedenen Wettbewerben, der starken Beteiligung an den angebotenen Neigungsfächern und Kursen im Differenzierungsbereich, sondern auch daran, dass wir in jedem Jahr nicht nur ein bis zwei Mathematikleistungskurse, sondern auch Leistungskurse in allen drei klassischen Naturwissenschaften einrichten können, und das ohne Kooperation mit einer anderen Schule,“ so Dorothee Wedekind, die Koordinatorin für den naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium Marienberg. Das ist als unmittelbarer Vorteil des monoedukativen Konzepts von Marienberg zu sehen. Dorothee Wedekind verweist auf entsprechende Forschungsergebnisse. „Vergleichende Studien konnten zeigen, dass Mädchenschul-Schülerinnen häufiger mathematisch-naturwissenschaftliche Leistungskurse belegen und auch bessere Leistungen in diesen Fächern erbringen als Schülerinnen koedukativer Schulen.“

 

Ist die Begeisterung erst einmal geweckt

 „Schon seit Jahren versuchen wir, mit vielen Experimenten den Schülerinnen die Naturwissenschaften nahe zu bringen. Seit einigen Jahren arbeiten wir mit der ZDI (Zukunft durch Innovation / Gemeinschaftsoffensive des Landes NRW für MINT-Nachwuchs) zusammen und leihen uns Experimentierkoffer aus, so dass wir speziell in Physik auch in der Oberstufe Schülerversuche anbieten können. Auch in der Biologie wird das mobile Schülerlabor genutzt, z.B. der genetische Fingerabdruck“, berichtet Frau Wedekind.

 

Ein weiteres Beispiel für den motivierenden Unterricht ist die Kooperation der Fächer Physik und Kunst, in dem Laternen für den Martinsumzug angefertigt werden, deren Beleuchtung selbst er tellt und gelötet wird. Im Robotikkurs können die Schülerinnen Roboter nach Anleitung aus LEGO oder als freie Konstruktion zusammenbauen. Dabei können sie zugleich eine erste Programmiersprache (LabView) kennen lernen.

Ist die Begeisterung für Mathematik und Naturwissenschaften erst einmal geweckt, gehen viele Schülerinnen ihren Weg  in der Welt der Wissenschaft.

Dorothe Wedekind