TransFair - Das Herzstück des Fairen Handels

Der Verein TransFair e.V. unterstützt seit 1992 benachteiligte Produzentengruppen in Ländern des globalen Südens. TransFair fördert den Handel mit fair gehandelten Produkten und setzt sich für mehr Konsumbewusstsein ein. Der Verein wird von 31 Mitgliedsorganisation getragen, u.a. MISEREOR, Brot für die Welt, KAB, kfd, Kolping, KLJB, Oikocredit, dpsg, NEWI und Welthungerhilfe.

Durch faires Engament werden die links abgebildeteten UN-Nachhaltigkeitsziele unterstützt.

Mehr zu den Nachhaltigkeitszielen...

Das Siegel steht für Produkte, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards entsprechen.

  • Mindestpreis, der die Kosten deckt, und die Produzenten vor Spekulationen und Weltmarktschwankungen absichert.
  • Fairtrade-Prämie, über deren Verwendung die produzierenden Gemeinschaften eigenständig entscheiden.
  • Verbot von Zwangsarbeit und illegaler Kinderarbeit.
  • Verbot von Diskriminierung.
  • Umweltstandards, die Pestizide und Chemikalien einschränken und gentechnisch veränderte verbieten.

 

Die Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland wird jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte durchgeführt und informiert bei ca. 2.500 Veranstaltungen über den Fairen Handel. Weltläden, Schulen, Supermärkte, Kommunen, Kirchen, Gastronomie, kirchliche Organisationen und weitere Einrichtungen beteiligen sich. Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband.

Zu allen Kampagnen unterstützt Transfair e.V. Sie gerne mit Materialien, Hintergrundinformationen, Aktionsideen sowie mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit- und Social Media-Ideen.

Die Fairtrade-Rosenaktion stellt die Stärkung von Frauen in den Fokus und ruft zu bundesweiten Aktionen auf. Machen Sie mit, verwenden Sie Fairtrade-Rosen für Geschenke und Schmuck. Machen Sie Ihr Engagement öffentlich.

Für Engagement im Fairen Handel zeichnet TransFair e.V. Schulen aus, die somit Vorbild für andere Schulen sind. Schüler lernen den Fairen Handel kennen und lassen sich im Rahmen von Schülerakademien zu Fairtrade-Botschaftern ausbilden. Alle Schulen können mitmachen – von der Grundschule bis zum Berufskolleg. Um ein Fairtrade School zu sein, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Gründung eines Fairtrade-Schulteams bestehend aus Lehrkräften, Schülerinnen, Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten.
  • Erstellen eines Fairtrade-Kompasses mit euren Ideen zur konkreten Umsetzung des Fairen Handels an eurer Schule.
  • Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule.
  • In mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern der Faire Handel unterrichtet werden.
  • Mindestens einmal im Schuljahr muss mit einer Schulaktion auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht und über die Aktion mit Fairtrade-Schools-Blog berichtet werden.

Übernehmen Sie in Ihrer Kommune Verantwortung und bewerben Sie sich um den Titel Fairtrade-Town. Die Kampagne Fairtrade-Towns vernetzt Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft und fördert den Fairen Handel auf kommunaler Ebene. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, um Faitrade Twon zu sein:

  • Ratsbeschluss: Bei allen öffentlichen Sitzungen und im Büro der Verwaltungsspitze wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus Fairem Handel angeboten.
  • Eine lokale Steuerungsgruppe koordiniert den Weg zur Fairtrade-Town. Die Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.
  • Mindestens 2 Fairtrade-Produkte im Sortiment von Geschäften, bei Floristen, in Cafés, Restaurants und Kantinen werden angeboten. Richtwert ist die Einwohnerzahl der Kommune.
  • Fairtrade-Produkte werden in öffentlichen Einrichtungen verwendet. Es gibt Bildungsarbeit zum fairen Handel. Pro 200.000 Einwohner engagiert sich je eine Schule.
  • Durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informiert die Steuerungsgruppe über ihre Aktivitäten.
  • Südprojekte (optional) vernetzen die Fairtrade-Towns im globalen Süden. Starten Sie Projekte zum Fairen handel.

Viele gemeinnützige Organisationen sammeln Altkleider. Sie verkaufen die Textilien in eigenen Läden oder an Sortierbetriebe. Um Erlöse für die Spender schwer durchschaubar. Im Dachverband FairWertung haben sich daher gemeinnützige Sammler zusammengeschlossen, um einen „FairWertung Verhaltenskodex für gemeinnützige Kleidersammlungen“ umzusetzen. Dies sind verbindliche Regeln vom Einsammeln bis zur Sortierung der Textilien.

Der FairWertung Kodex


  • Jedes Kleidungsstück, das an einen FairWertung-Sammler abgegeben wird, unterstützt soziale Arbeit. Die Textilien dienen sozialen, diakonischen oder karitativen Zwecken.
  • FairWertung angeschlossene Sammler sind eindeutig identifizierbar und Informationen offen und wahrheitsgemäß über die Verwendung der gespendeten Textilien.
  • Der Verhaltenskodex von FairWertung stellt die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards bei der Sammlung und Sortierung sicher.
  • Die Einhaltung des Verhaltenskodex wird von FairWertung und durch regelmäßige externe Audits überprüft.

Das Zeichen „FairWertung“ ist daher eine gute Orientierungshilfe für Verbraucher, die gezielt gemeinnützige Sammler unterstützen möchten und dabei Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sachspende legen. Gemeinden und Organisationen, die Kleidersammlungen durchführen, können sich FairWertung anzuschließen und den Verhaltenskodex vor Ort umzusetzen.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

Das Eine Welt Netz NRW ist der Dachverband entwicklungspolitischer Gruppen in Nordrhein-Westfalen, in dem über 1.700 Gruppen und Einzelpersonen Mitglied sind. Die Schwerpunkte sind Unterstützung und Vernetzung des Eine Welt-Engagements, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und weltwärts-Freiwilligendienste. Die jährliche Eine Welt-Landeskonferenz gibt Impulse und führte die Engagierten zusammen. Das Eine Welt Netz NRW ist seit 1996 Träger des Promotorenprogramms zur Förderung der Eine Welt-Arbeit in NRW u.a. im Bergischen Land, Bonn, Düsseldorf, Köln und Neuss.

Service für den Fairen Handel - Die Promotoren leisten Vernetzungsarbeit, bieten Seminare und Beratungen an. Sie führen Projekte, Kampagnen und Tagungen zum Fairen Handel durch und helfen bei der Suche nach Fachleuten, nach weiterführenden Informationen oder unterstützen beratend bei Veranstaltungs- oder Aktionsideen.

Das Eine Welt Mobil - Das Eine Welt Mobil ist ein Kleintransporter mit Lernspielen und Informationen zu Eine-Welt-Themen. Es bietet ein fertig geschnürtes Paket voller lebensnaher und schülerorientierter Methoden des Globalen Lernens! Das Eine Welt Mobil kommt in Schulen (alle Schulformen und Jahrgangsstufen ab der 3. Klasse) oder Kita – mit einem Schwerpunkt nach Wahl. Kosten für Schulen 130 Euro, für längere Veranstaltungen wie z.B. Pfarrfeste 260 Euro.

Global denken – kommunal handeln

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) steht Kommunen als Partner zu allen Fragen kommunaler Entwicklungspolitik zur Seite.

Zu dem Themenfeld Fairer Handel und Faire Beschaffung werden Kommunen beraten und gefördert. Kreise, Städte und Gemeinden können die Ziele des Fairen Handels unterstützen, indem sie fair gehandelte Produkte einkaufen und auf Güter verzichten, die durch ausbeuterische Kinderarbeit oder unter Verletzung sozialer Mindeststandards hergestellt werden.

Als öffentliche Auftraggeber besitzen Kommunen ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Auch üben sie eine wichtige Vorbildfunktion aus: Hier werden rund die Hälfte der 350 Milliarden Euro verantwortet, die bundesweit für die öffentliche Beschaffung durch Bund, Länder und Kommunen ausgegeben werden.