Patenschaften für alte Priester

Die Sorge für die alten und kranken Priester ist eine Aufgabe, die von einem Bischof oder einer Diözese in vielen Ländern kaum zu leisten ist. Dabei haben wir seit vielen Jahren ein Augenmerk auf Brasilien, seit kurzem auch auf Indien.

In Brasilien hat man sich allerdings in den vergangenen Jahren bemüht, die Priester jüngeren und mittleren Alters mit einem Versicherungsschutz zu versehen, der ihnen im Alter wenigstens eine Mindestrente garantiert. Für die älteren Jahrgänge lässt sich das aber nicht nachholen. Priester, die heute schon alt sind, stehen oft noch ohne angemessene finanzielle Absicherung da. Das wird dann besonders kritisch, wenn eine medizinische Behandlung oder eine altersbedingte Pflege notwendig wird. Die Kosten dafür sind heutzutage auch in einem Land wie Brasilien sehr hoch. Hier helfen die Spenden, die wir von unseren Paten erhalten, bei besonders schwierigen Fällen eine Lösung zu vermitteln.

Die insgesamt deutliche Verbesserung der Situation in Brasilien hat es uns erlaubt, seit einigen Jahren unser Augenmerk auch auf Indien zu richten. Dort ist die Not nach wie vor sehr groß. Bis heute gibt es -jedenfalls für die älteren Menschen- die bei uns selbstverständliche Absicherung im Alter noch nicht. Wenn jemand in einer Familie lebt, wird er meistens in der Familie mitversorgt, auch wenn alle zusammen arm sind. Unter den Priestern führt dies in den letzten Jahren verschärft zu Problemen. Vor allem diejenigen Priester, die aus den mit Rom in Gemeinschaft stehenden orientalischen Bistümern Keralas stammen und in jungen Jahren in neuerrichtete Missionsbezirke ins Zentrum oder in den Norden des großen Subkontinentes Indien gegangen sind, haben keinerlei Alterssicherung. Wenn sie wegen Krankheit oder Alters ihre Pfarrei, Missionsstation oder sonstige Tätigkeit dort aufgeben müssen, geraten sie in eine schwierige Lage, zumal die Familie in ihrer früheren Heimat ihnen oft fremd geworden ist und nicht mehr für sie sorgen kann oder will. Die Bischöfe der Missionsdiözesen im Norden haben zwar die moralische Verpflichtung, aber leider keinerlei Finanzquellen, aus denen sie diese alten und kranken Priester in angemessener Weise versorgen können.

Die Hilfe, die wir durch eine Patenschaft in solchen Fällen geben können, ist dort hochwillkommen: sie gibt den alten Priestern zum Beispiel die Möglichkeit, regelmäßig bestimmte Medikamente zu kaufen oder kleine Anschaffungen für Kleidung usw. zu machen.

Mit der Erklärung zur Übernahme einer Patenschaft gehen Sie keine Rechtsverbindlichkeit ein. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen von der Patenschaft zurücktreten. Ihre Patenschaftsspende ist steuerlich absetzbar. Eine Bestätigung wird Ihnen zugesandt.

Bitte helfen auch Sie!