Bilanzierungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Zusammengefasster Jahresabschluss

Das Erzbistum Köln und der Erzbischöfliche Stuhl sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Der zum Geschäftsjahr 2017 aufgestellte Jahresabschluss wird als zusammengefasster Jahresabschluss beider Körperschaften erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt in der für große Kapitalgesellschaften vorgesehenen Form des § 266 HGB.

Ermittlung der Buchwerte

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst, Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten nach den handelsrechtlich zulässigen Ansätzen bewertet. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten gebucht, im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögens-gegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Das Erzbistum Köln verwaltet 86 Sondervermögen, die ihm für festgelegte Zwecke anvertraut wurden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich diese Zahl aufgrund der Zusammenlegung von Sondervermögen mit gleichen Zwecken um 3 Sondervermögen verringert. Die Sondervermögen bilden den Sonderposten aus zweckgebundenem Vermögen. Zuwendungen zur Finanzierung von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden ebenfalls als Sonderposten eingestellt und parallel zur Nutzungsdauer beziehungsweise Abschreibung aufgelöst.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins laut Neufassung des § 253 HGB zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Dabei wird ein Zinsfuß von 3,67 Prozent (Vorjahr: 4,01 Prozent) angewendet.

Rückstellungen für Altersteilzeit- und Vorruhestandsverpflichtungen werden unter Ansatz eines Zinssatzes von 1,53 Prozent (Vorjahr: 1,76 Prozent) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei ihrer Bemessung sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Der 2016 erstmals gebildeten Rückstellung für mittelbare Versorgungsverpflichtungen des Erzbistums, um einen über 25 Jahre erhobenen Finanzierungsbeitrag an die Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands zu decken, wurden 2017 weitere Mittel zugeführt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Wirtschaftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.