Einführung in den Finanzbericht 2017

Finanzbericht 2017

Einführung in den Finanzbericht 2017

Den Wandel begleiten

Das Erzbistum Köln steht vor großen Herausforderungen. Das wird besonders deutlich in einem Jahr, in dem uns Fehler der Vergangenheit schmerzhaft vor Augen geführt wurden. Das Vertrauen in die Kirche beim Umgang mit Jugendlichen ist bei vielen Menschen erschüttert worden. Auch das zeigt, dass Kirche so nicht mehr einfach weitermachen kann. Dazu stellen die demografische Entwicklung und der fortschreitende kulturelle Wandel tradierte Organisationsformen von Kirche infrage.

  • Wie erhalten und stärken wir den vielfältigen Dienst der Kirche inmitten einer Vielzahl unterschiedlicher Sinn- und Handlungsangebote?
  • Wie begegnen wir der personellen Entwicklung, insbesondere in der Seelsorge?
  • Wie gehen wir mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die wirtschaftlichen Grundlagen kirchlicher Angebote um?

Gefordert sind Gestaltungswille und Mut zum Beschreiten neuer Wege.

Auf seinem künftigen Weg ist das Erzbistum Köln auf die Mitwirkung aller angewiesen, denen das kirchliche Leben am Herzen liegt. Alle Getauften und Gefirmten sind aufgerufen, sich zu beteiligen und den gemeinsamen Weg mitzugestalten. Dabei haben wir allen Anlass, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken – eine Zukunft, in der die Kirche aus dem Glauben heraus wieder neu wächst. Ohne Erneuerung des Glaubens wird es kein echtes Wachstum geben. Lebendiger Glaube will und soll in Taten konkret werden. Der vorliegende Finanzbericht für das Jahr 2017 legt dar, dass das Erzbistum über die nötigen Voraussetzungen verfügt, um diesen Weg zu gestalten.

Der Bericht macht den Einsatz unserer Finanzmittel transparent und nachvollziehbar. Er umfasst wie in den Vorjahren den gemeinsamen Haushalt des Erzbistums Köln und des Erzbischöflichen Stuhls. Als nahestehende Rechtsträger sind zudem die Hohe Domkirche, das Metropolitankapitel der Hohen Domkirche, das Priesterseminar sowie die vom Erzbistum Köln errichteten und verwalteten Stiftungen mit eigenen Abschlüssen dargestellt.

Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz und der Ergebnisrechnung. Aus der Bilanz ist ersichtlich, welche langfristigen Verpflichtungen bestehen und welche Mittel dafür vorgehalten werden. So bedarf die Vorsorge für die Alterssicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoher bilanzieller Rücklagen. Auch die Erhaltung von Schulen, Kirchen und sonstigen kirchlichen Gebäuden muss dauerhaft gesichert und finanziert werden. Die Ergebnisrechnung weist aus, wie die laufenden Erträge für die vielfältigen Aufgaben von Seelsorge, karitativem Engagement und Bildung eingesetzt werden.

Nachdem in den Vorjahren viele Sondereffekte die Finanzplanung beeinflusst haben, erlauben die Bilanz und die Ergebnisrechnung des Jahres 2017 einen unvermittelten Blick auf die Ertrags- und Vermögenslage. Sie zeigen, dass das Erzbistum Köln über eine gute Basis verfügt, um auch die künftig zu erwartenden Herausforderungen zu meistern.